Sobald es draußen wärmer wird und der Frühling ins Land zieht, muss man leider auch wieder mit ihnen rechnen: Zecken!

 

Bereits ab einer Temperatur von 7 Grad sind diese Spinnentiere aktiv.

 

 

Sie sind im (hohen) Gras, am Waldrand, im Unterholz (niedrig hängende Zweige, Büsche…) zu finden und leider sind Hunde beliebte Opfer von ihnen.

 

 

Und sie können gefährliche Krankheiten übertragen!

 

 

Ca. 3 Stunden nach dem Zeckenbiss kann der Hund mit dem Krankheitserreger angesteckt werden.

Je länger die Zecke am Hundeblut saugt, desto größer ist die Ansteckungsgefahr.

 

Es ist also am besten, wenn du deinen Hund nach dem Spaziergang bzw. Aufenthalt im Garten/Wald… nach Zecken absuchst und sie gegebenenfalls sofort entfernst.

 

 

Du kannst dafür eine Zeckenzange, eine Zeckenschlinge oder einen Zeckenhaken verwenden!

Ich verwende den Zeckenhaken, es gibt ihn in verschiedenen Größen.

 

 

Versuche jedoch nie, die Zecke nur mit der Hand zu entfernen, der Kopf könnte stecken bleiben und du würdest somit die Infektionsgefahr erhöhen!

Desinfiziere nun den Bereich, an dem du die Zecke entfernt hast!

 

Die Inkubationszeit (so nennt man den Zeitraum zwischen dem Kontakt mit dem Krankheitserreger bis zum Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen) beträgt 3 Wochen!

 

Beobachte deinen Hund in dieser Zeit also, ob sich um die Einstichstelle ein roter Hof – die sogenannte Wanderröte – bildet (ist jedoch bei dichtem Fell schwer zu erkennen).

 

 

Hier schreibe ich dir mögliche Symptome auf, die nach einem Zeckenbiss auftreten können:

 

  • der Hund erbricht sich;
  • er bekommt Fieber (bzw. immer wieder kehrendes Fieber - Fieberschübe);
  • die Lymphknoten können geschwollen sein;
  • der Hund ist abgeschlagen/müde
  • er tut sich schwer beim atmen bzw. leidet unter Atemnot;
  • er verliert Gewicht;
  • seine Gelenke können schmerzen;

 

Kommen

  • Bewegungsstörungen oder eine Lähmung,
  • Blutungen, Ödeme und/oder
  • ein blutiger Harn

dazu, dann solltest du so schnell es geht einen Tierarzt aufsuchen!

 

 

!!!Bitte beachte bei allem, was ich dir hier aufschreibe – wie ich schon einmal erwähnt

habe – dass ich keine Tierärztin bin und du im Zweifelsfall, auch wenn du dir

nur ein klein wenig unsicher bist, immer einen Tierarzt/ärztin aufsuchen solltest!!!

 

 

Welche Präparate kannst du nun verwenden, um einen Zeckenbiss zu verhindern, also um Zecken abzuwehren:

 

 

  • Spot-On-Mittel!

Sie werden dem Hund einfach in den Nacken getropft. Der Wirkstoff verteilt sich über den ganzen Hundekörper und wehrt Zecken ab. Der Schutz wirkt einige Wochen. Du solltest den Hund unmittelbar nach dem Auftragen jedoch nicht Baden oder mit ihm schwimmen gehen, da du den Wirkstoff sonst wieder abwaschen würdest. Kurz nach dem auftragen solltest du die Stelle, wo du das Mittel aufgetropft hast nicht berühren!

 

 

  • Zecken-Halsbänder!

Sie enthalten einen Wirkstoff, der Zecken abwehrt. Sie halten mehrere Monate. Viele von den Halsbändern sind auch wasserfest. Der Hund muss das Halsband jedoch immer tragen und wenn du es berührst, solltest du dir danach immer die Hände waschen. Weshalb ich persönlich es nicht verwenden würde, wenn der Hund mit Kindern - vor allem kleinen Kindern - zusammenlebt.

 

 

  • Tabletten!

Sie kannst du bei deinem Tierarzt erwerben. Bitte auch dort nachfragen, wie lange sie wirken und welche evtl. Nebenwirkungen auftreten können.

 

 

  • Sprays!

Es gibt auch verschiedene Sprays. Ich verwende eines, dass nur Sonnenblumen-, und Kokosöl beeinhaltet.

Leider ist die Wirkzeit bei Sprays nicht so lange, aber kurz vorm Spaziergang aufgetragen, wirken sie, nach meiner Meinung, sehr gut.

 

 

  • Kokosöl!

Verwende ich bei meinen Hunden regelmäßig! Ich finde, dass es sehr gut wirkt, wenn man es vor dem Spaziergang/Spielen im Freien… aufträgt.

Dabei kann man ruhig großzügig sein und das Mittel gut in die Haut einreiben.

Da es sich um ein reines Naturprodukt handelt, macht es auch nichts, wenn der Hund das Kokosöl abschleckt.

 

Ich mische es sogar regelmäßig ins Futter, das sollte auch als natürliches Wurmmittel helfen!

Außerdem pflegt es die Haut und das Fell deines Hundes – Nicht erschrecken, wenn das Fell danach fettig aussieht, das vergeht wieder :)

 

 

  • Schwarzkümmelöl!

Wirkt auch abschreckend gegen Zecken. Da es ein ätherisches Öl ist und deshalb über die Leber abgebaut wird, sollte man es nur stark verdünnt und in kleinen Mengen verwenden (es genügen wenige Tropfen – ins Futter, Wasser oder auf ein Leckerli geben).

 

 

 

  • Ätherische Öle 

wie z.B. Eukalyptus-, Lavendel-, Minz-, Zeder-, Rosmarin oder Zitronenöl... (siehe dir dazu auch meinen Beitrag "Flöhe" an)

 

 

  • Zistrosenkraut

Es enthält von Natur aus spezielle ätherische Öle…, die dafür sorgen, dass ein bestimmter Geruch über die Haut des Tieres abgegeben wird (für uns Menschen ist es geruchlos) und so Zecken… fernhält.

Es sollte während der Zeckensaison (nicht ganzjährig) täglich gegeben werden.

 

Ich persönlich habe es jedoch noch nicht verwendet, solltest du es verwenden bzw. schon einmal verwendet haben, würde ich mich freuen, wenn du mir deine Erfahrung mit diesem Produkt mitteilen würdest :)

 

Und auch wenn du andere Zeckenschutzmittel kennst, die hier nicht dabei sind, würde ich mich über eine kurze Info freuen!

 

- Mir wurde vor kurzem der Z-Snack empfohlen (tierliebhaber.de), eine kaltgepresste Belohnung, die deinen Hund mit den bewährtesten natürlichen Alternativen, wie Zistrosenkraut, Schwarzkümmelöl, Bierhefe, Kokosraspeln, Kokosöl sowie Zitronengras, Lavendel und Rosmarinextrakt, versorgt!

 

 

Übrigens gibt es für Hunde auch eine Zeckenimpfung, die aber nicht gegen den Befall von Zecken schützt, sondern nur gegen manche von Zecken übertragene Infektionskrankheiten (für weitere Informationen dazu bitte deinen Tierarzt/ärztin fragen)!

 

 

 

Ich hoffe, du kannst den Zecken, mithilfe meines Beitrages,

jetzt endlich den Kampf ansagen:)

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© Astrid Kircher