Vor ein paar Tagen habe ich ein nettes Ehepaar beraten, ob es für sie besser ist, einen Welpen oder einen erwachsenen Hund aufzunehmen!

 

Ich habe mir gedacht, dass könnte dich vielleicht auch interessieren.

 

Deshalb habe ich dir die wichtigsten Vor,- und Nachteile zusammengeschrieben:

 

 

 

 

 

Vorteile - Welpe:

  • wenn ein Welpe bei dir einzieht, dann bist du an der Erziehung in der wichtigen Sozialisierungsphase von Anfang an beteiligt. Du hast einen maßgebenden Anteil daran – denn wir wissen, dass alles was der Welpe in dieser Zeit lernt, ihn für sein ganzes Leben prägt;

 

  • er wird von Anfang an zu dir bzw. euch und eurer evtl. Familie eine sehr enge Bindung aufbauen. Das ist besonders wenn du ein Kind (Kinder) hast von Vorteil, da er den Umgang von Anfang an kennerlernt und es für ihn ganz normal wird von Kindern umgeben zu sein;

 

  • du kannst mit deiner Erziehung entscheiden, was dein Hund alles lernen/kennenlernen soll und kannst somit sein Verhalten dementsprechend „steuern“;

 

  • er wird also ganz dein/euer Hund! Also so, wie du dir das Miteinander mit einem Hund vorstellst und er wird genauso sein, wie du es dir erwartest (vorausgesetzt du bist bei der Erziehung wirklich konsequent ;)

 

  • du kannst ihn von Anfang an mit anderen Haustieren vertraut machen und viel Kontakt mit anderen Hunden halten. Dann wird auch das Zusammentreffen mit Artgenossen zu keinem Problem...

 

 

 

 

 

Nachteile - Welpe:

  • ein Welpe macht sehr viel Arbeit und es dauert, bis du ihn mit Liebe, Geduld und Konsequenz gut erzogen hast;

 

  • er ist noch nicht stubenrein!  Bei manchen dauert es etwas länger, bis er sich meldet um draußen sein Geschäft zu verrichten. Bis dahin müssen viele Pfützen und „Malheure“ beseitigt werden;

 

 

  • anfangs musst du rund um die Uhr für deinen Kleinen da sein – denn

 

  • er muss erst lernen, alleine zu bleiben - an der Leine zu gehen - dass er nicht dauernd bellen darf u.v.m.

 

 

  • auch andere Hunde muss er unbedingt kennenlernen...

 

 

  • nicht zu vergessen ist, dass den spitzen Welpenzähnen einige Möbelstücke – Fernbedienungen…. zum Opfer fallen!

 

 

 

 

 

 

Vorteile - Erwachsener Hund:

  • meistens ist der erwachsene Hund schon stubenrein;

 

  • er läuft schon brav an der Leine;

 

 

  • du kannst ihn alleine lassen – sofern er es gelernt hat;

 

  • er wird also Vieles, dass ein Welpe noch lernen muss schon können;

 

  • bekommst du deinen Hund bei einer Pflegestelle/Tierheim…? Dann kann dir bestimmt gesagt werden,  ob er Kinder mag, wie er sich anderen Hunden gegenüber verhält, ob er sich mit Katzen verträgt usw.

 

  • kurz – du hast viel weniger Arbeit mit ihm – vorausgesetzt er hat dies alles schon gelernt;

 

 

 

Nachteile - Erwachsener Hund:

  • Wenn du einen erwachsenen Hund zu dir nimmst, weißt du oftmals nicht, was er schon alles erlebt hat! Besonders wenn er aus einer schlechten Haltung kommt, benötigst du viel „Fingerspitzengefühl“ und Geduld, um ihn zu deinem Hund zu machen;

 

  • evtl. ist er dann auch sehr ängstlich -

 

  • dann braucht der erwachsene Hund oftmals mehr Fürsorge und Erziehungsarbeit als ein Welpe;

 

 

  • wenn du nicht weißt, wie er auf Kinder – andere Hunde – andere Haustiere – reagiert, kann es zu Problemen kommen;

 

  • und wenn es sich schon um einen älteren, erwachsenen Hund handelt, dann können auch altersbedingte Krankheiten auftreten.  Der Hund braucht dann sehr viel Zuwendung und Pflege und evtl. kommen auch viele Kosten auf dich zu;

Unterm Strich betrachtet, gibt es also bei einem Welpen – genauso wie bei einem schon erwachsenen Hund, wie du gelesen hast, einige Vor- und auch einige Nachteile!

 

 

  • Achte deshalb auch darauf, wie dein Tagesablauf ist! Bist du sehr lange in der Arbeit und in dieser Zeit ist keine Betreuung für deinen Vierbeiner da?  Dann ist es viell. besser, einen erwachsenen Hund zu dir zu nehmen),

 

  • oder – wie oben schon erwähnt, hast du vielleicht ein Kind (Kinder) und der Hund soll von Anfang an lernen, wie er mit den „Kleinen“ umgehen soll? Dann ist ein Welpe evtl. die bessere Wahl – vor allem wenn du nichts oder nur wenig von dem was ein erwachsener Hund schon hinter sich hat, weißt!

 

 

Wichtig ist, dass du dich in beiden Fällen dementsprechend beraten lässt und dich mit allen Themen wie Haltung, Erziehung … von Hunden vertraut machst!

 

Sollte es ein erwachsener Hund werden, versuche, so viel es geht von seinem früheren zuhause zu erfahren!

 

In Tierheimen wird es, soweit ich weiß, so gemacht, dass sich die neuen Besitzer mit dem Hund vertraut machen, man schaut, ob die „Chemie“ stimmt, es werden Spaziergänge gemacht usw.

 

Auch wenn du von einem privaten Haushalt einen erwachsenen Hund zu dir nimmst, achte darauf, den Hund vorher kennenzulernen, ihn eine Zeit lang zu besuchen. Vielleicht kann Herrchen/Frauchen auch mit dem Hund zu dir kommen, dann lernt er sein mögliches neues zuhause gleich kennen.

 

Gehe mit dem „Kleinen“ spazieren, spiele mit ihm, lernt euch gegenseitig kennen, bevor er – wenn alles passt – zu dir zieht! Hast du schon einen Hund zuhause, soll er den „alten“ Hund natürlich auch kennenlernen.

 

Das erleichtert dem erwachsenen Hund den Abschied vom alten zuhause. Er ist dann nicht ganz fremd bei dir/euch, wenn er einzieht.

 

Dem Start für eine gemeinsame Zukunft steht somit nichts mehr im Weg!

 

 

Falls du schon einen Hund (oder mehrere) zuhause hast, dann berücksichtige das bei deinen Überlegungen, ob Welpe oder erw. Hund natürlich auch!

 

Du kennst deinen Hund am besten und kannst bestimmt einschätzen, was besser zu ihm passt :)

 

 Ich wünsche dir, egal ob ein Welpe

oder ein erwachsener Hund bei dir

einzieht, auf jeden Fall viel Spaß und

dass ihr bald ein tolles Team werdet :)

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© Astrid Kircher