Das Gehen

an der Leine!

 

 

Da der Hund sobald er angeleint ist, das Gefühl hat, in seiner Freiheit eingeschränkt zu sein und er nicht lernen sollte, dass der Spaß nun für ihn vorbei ist, ist es besonders wichtig, dass er die Leine immer nur mit etwas positiven verbindet, er sollte sie schließlich als Zeichen der Verbundenheit sehen und nicht als Nachteil!

 

Wie schon beim Thema -Halsband- geschrieben, ist es deshalb von Vorteil, wenn du ihm die Leine schon in der Wohnung anlegst und der Hund sie beim Füttern trägt, wenn du mit ihm spielst oder ihn streichelst usw.

 

Wichtig ist auch: wenn der Hund in eine andere Richtung möchte/zieht, dann gebe diesem Wunsch nicht nach!

 

So wie es z.B. wichtig ist (wie schon einmal geschrieben), dass du ein Spiel beginnst und nicht dein Hund, so bestimmst auch du die Richtung in die ihr geht und eben nicht dein Hund!

 

 

Ich zeige dir hier zwei Möglichkeiten, wie du deinem Hund das Gehen an der lockeren Leine beibringen kannst – deshalb zwei, da ich schon beide Varianten ausprobiert und es bei beiden geklappt hat :)

Ich übe mit meinen Welpen bevor sie ins neue zuhause ziehen immer schon ein bisschen das Gehen an der Leine und beginne damit gleich vor der Türe oder im Garten und auch dir würde ich raten, mit so wenig Ablenkung wie möglich zu beginnen!

 

Auch Leckerchen sind natürlich wieder dabei!

  1. Möglichkeit:

 

Sprich den Hund kurz an, hast du seine Aufmerksamkeit, dann gehe los - der Hund befindet sich neben dir – und sobald der Hund ein paar Schritte macht, lobe ihn mit Worten und/oder einem Leckerchen.

 

Sollte der Hund an der Leine ziehen, dann sprich ihn kurz an. Reagiert er jedoch nicht, dann ändere die Richtung bzw. gehe in die entgegengesetzte Richtung und warte bis er wieder an der lockeren Leine neben dir geht.

 

Anfangs musst du dies bestimmt öfters wiederholen und damit es dem Hund leichter fällt, kannst du ihn vorm Richtungswechsel auch kurz ansprechen, mit der Zunge schnalzen o.ä.

 

Baue als nächstes ein „Kommando“ ein (-wie z.B. „Leine“ oder „bei mir“ -das sage ich immer)!

 

Mit der Zeit brauchst du immer weniger Richtungswechsel und kannst auch längere gerade Strecken mit deinem KIeinen gehen, auch an Orten, wo es mehr Ablenkung gibt (-überfordere deinen Hund jedoch nicht, sondern mache lieber wieder einen Schritt „zurück“, sollte es notwendig sein)!

 

 

  1. Möglichkeit:

 

Der Welpe sollte lernen, wenn die Leine locker ist, dann geht es vorwärts, ist die Leine „stramm“ geht es nicht weiter.

 

D.h. sobald der Hund an der Leine zieht, die Leine also „stramm“ wird, bleibst du stehen und wartest, ist sie locker, geht es vorwärts/weiter.

 

So wie bei der ersten Möglichkeit, fängst du auch hier ohne Ablenkung und in kleinen Schritten an und auch hier kann es dauern, bis es dein Welpe gelernt hat!

 

Die Strecke kannst du mit der Zeit, wenn es schon gut klappt, natürlich wieder erweitern und du beginnst natürlich auch wieder mit Ablenkung zu üben.

 

Es ist jedoch nicht notwendig, dass dein Hund in jeder Situation neben dir her geht, er darf z.B. auch einmal vorauslaufen, an der Seite schnüffeln… Bringe ihm dafür am besten ein bestimmtes Kommando (z.B. „Zieh“, „Lauf“…) bei.

 

Wechsel jedoch immer ab – ein Stück sollte der Hund brav an deiner Seite gehen, wie du es ihm beigebracht hast, dann lockerst du die Leinenführigkeit mit dem entsprechenden Kommando und er darf dann eben an der Seite schnüffeln, voraus laufen…. (wie oben erwähnt).

 

Ach ja – und der Hund darf nicht mit der Leine spielen, auf ihr kauen….!!!

 

Ich wünsche euch, dass es mit dem Gehen an der Leine bald klappt, sodass es nicht zu einem Kräftemessen kommt (-vor allem bei großen Rassen ziehst du sonst irgendwann den Kürzeren)!

 

Schließlich sollte unser Ziel sein, dass der Hund bei lockerer

Leiner an deiner Seite geht und nicht, dass er dich durch

 die Gegend zieht und du ihm kaum hinterher kommst ;)

Achte auch darauf – und dieser Punkt ist sehr wichtig

dass dein Hund bei eurem Spaziergang, keine anderen

Hunde/Menschen/Autos/Fahrräder…

anknurrt oder anbellt (Beitrag folgt)!

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© Astrid Kircher