…ein ganz wichtiges „Kommando“, vor allem wenn du deinen Hund auch ohne Leine laufen lassen möchtest (was meiner Meinung nach dem Hund so oft es geht ermöglicht werden sollte).

 

Aber dafür musst du ihm auch beibringen, dass er auf dein Rufen (Komm, Hier, ein Pfiff…) verlässlich zu dir kommt und am besten natürlich sofort und nicht erst, nachdem du dich schon heiser geschrien hast ;)

 

Die wichtigsten Punkte bei dieser Übung zuerst:

 

  • Rufe deinen Hund nie, wenn du dir nicht ganz sicher bist, dass er auch kommt!!!

 

  • Kommt dein Hund zu dir, wird er immer gelobt/belohnt! Auch wenn es z.B. etwas dauert, bis er auf deinen Rückruf reagiert, darfst du ihn nicht beschimpfen!

 

  • Die Belohnung für sein Kommen sollte immer etwas ganz Besonderes sein (z.B. sein Lieblings-Leckerchen -welches er nur bei dieser Übung bekommt - ein Spiel mit seinem Lieblingsspielzeug….je nachdem was dein Hund bevorzugt)!

-Unser LH-Schäfer „Rohan“ ist zum Beispiel ein absoluter Spiel/Steckchen/Ball-FAN! Wenn wir beim Spaziergang einen Stock aufheben bzw. einen Ast von einem Baum/Strauch abbrechen, kommt er gleich angerannt :) Leckerchen sind für ihn also nicht so wichtig wie ein Spiel – finde also heraus, was dein Vierbeiner bevorzugt!

 

  • Leine deinen Hund nicht jedes Mal, wenn er zu dir kommt an! Er wird sonst mit der Zeit überhaupt nicht mehr zu dir kommen, weil der Spaß dann für ihn jedes Mal vorbei ist (schicke ihn manchmal mit dem Kommando Lauf (oder Weiter – welches du halt verwendest) wieder weg, ein anderes Mal spiele mit ihm, bevor du ihn laufen lässt… und manchmal kannst du ihn natürlich auch anleinen. Er soll nie genau wissen, was in erwartet wenn er zu dir kommt, aber er muss wissen, dass es IMMER etwas ganz Besonderes/Tolles/Spannendes/Leckeres/Positives ist:) Nur so hat er auch einen Grund zu dir zu kommen!

 

  • Wie bei allen Übungen lernen wir auch den Rückruf anfangs in ruhiger Umgebung und ohne Ablenkung!

 

Baue die Übung Komm/Hier (oder welches Kommando du verwenden willst) gerne in deinen Alltag ein.

Die Fütterung ist eine gute Gelegenheit dazu, weil der Welpe für`s Kommen dann gleich eine tolle Belohnung bekommt:)

Vielleicht hat dein Welpe diese Übung schon beim Züchter kennengelernt (-ich rufe meine Kleinen immer mit dem entsprechenden Kommando zu mir wenn es Futter gibt – bei dieser Übung ist auch die Benutzung einer Hundepfeife vorteilhaft, da sie – anders als deine Stimme – immer gleich klingt!)

 

Wenn du mit deinem Kleinen übst, dann mache dich am besten klein und gehe rückwärts von ihm weg. Mache dich mit deiner Stimme/Geräuschen… bemerkbar, aber rufe ihn erst mit dem entsprechenden Kommando (-bzw. Pfiff), wenn er sich auf den Weg zu dir macht, du dir also sicher bist, dass er zu dir kommt!

 

Wenn er bei dir ist belohne ihn mit einem ganz besonderen Leckerchen/Spiel… und achte darauf, dass er nicht gleich wieder wegläuft, ohne dass du ihn mit einem entsprechenden Kommando (-wie Lauf/Weiter…) wieder freigibst. Kraule/Streichle ihn gerne, wenn er bei dir ist und gebe ihn dann wieder frei.

 

Du kannst auch mit einer Schleppleine üben, solltest du dir anfangs unsicher sein, ob dein Hund auch zu dir kommt. Aber auch mit Schleppleine darfst du nie das Kommando Komm… geben, sollte dein Hund sich aufgrund deines „lockens“ nicht zu dir bewegen!

 

Später kannst du – so wie du es schon von anderen Übungen kennst – wieder mit Ablenkung üben, steigere den „Schwierigkeitsgrad“ aber auch bei diesem Kommando nur langsam!

 

Vergiss nicht – immer wenn du deinen Hund rufst und er nicht zu dir kommt, bedeutet das einen Rückschritt! Achte bei dieser Übung also ganz besonders auf das genaue „Timing“, dass du deinen Kleinen also – wie oben schon erwähnt – nur dann zu dir rufst, wenn du dir absolut sicher bist, dass er auch kommt (-ich schreibe es nochmals auf, da es wirklich sehr wichtig ist)!

 

 

 

Viel Spaß beim Üben

und vor allem viel Erfolg :)

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© Astrid Kircher